Auf den kleinsten Nenner gebracht

Man täte wohl gut daran, das komplexe Weltgeschehen wie eine elend lange Formel durch Kürzungen auf kleinere Nenner zu bringen und sowohl übersichtlicher wie auch verständlicher zu machen. Speziell dem „Volkswohl“ dienende Politik scheitert ja vor allem an Komplexitäten mit ihren Unwägbarkeiten, die kein Volksvertreter mehr versteht. Politisches „Handeln“ ähnelt immer mehr einem Tauziehen, bei dem niemand wirklich weiß, wer an den Enden insgeheim noch mit von der Partie ist. Und wahrhaftig: Die stärksten Kräfte wirken oft im sehr Verborgenen.

Parteien

Eine simple Frage: Was sind „Parteien“? – Klare Antwort: Parteien sind Glaubensgemeinschaften wie die von Christen oder Muslimen. Deren Ziel ist es, das Verhalten von Menschen (von „Gliedern“ der Gemeinden, „Mitgliedern“ der Parteien, von „wahren Gläubigen“ im Islam und schließlich das Verhalten aller Bürger) bestimmend zu beeinflussen. Die „Trennung von Thron und Altar“ hat zu nichts anderem geführt als zu einer Arbeitsteilung: Der Staat sorgt für die materiellen Lebensumstände seiner Bürger, wogegen sich im abendländischen Westen die Hirten in den christlichen Glaubensgemeinschaften um das seelische Gedeihen ihrer Schäfchen kümmern. Über das Gebot der »caritas« (Nächstenliebe) wurden Glaubensgemeinschaften zunächst über Krankenhäuser und Hospize auch in materiellen Bereichen sehr aktiv und wirtschaftlich tätig. „Geherrscht“ wird in der Regel feudal wie zu Kaisers Zeiten. Geradezu perfekt dagegen: Der Islam macht gleich Nägel mit allumfassenden Köpfen: Er reguliert ohne Ausnahme das gesamte Dasein der Muslime und verpflichtet sie zur Verdrängung aller „Ungläubigen“ (Nicht-Muslime). Praktisch eine Kriegerklärung gegenüber dem gesamten Rest der Welt, der nicht muslimisch ist und zum Raubzug freigegeben wird.

Hauptziel jedoch bei allen Zusammenschlüssen zu solchen im Grunde genommen nicht nur „Glaubens-“, sondern primär vor allem „Interessengemeinschaften“ ist es, innerhalb einer national abgesteckten Volksgemeinschaft oder als Folge von internationalen Vereinbarungen (z.B. EU) generell an Macht und Einfluss gegenüber allen Bürgern und Partnern zu gewinnen. Dabei spielen Schnittmengen eine bedeutsame Rolle; auch Lügen (laut Claude Juncker). Die entsprechenden Begründungen lassen sich aus den Notwendigkeiten von Ordnung und Sicherheit ableiten. Doch Sachverstand entsprechend der Zielsetzung findet man in jedem Tauben-, Motorsport- und Karnickelzuchtverein in wesentlich größerer Dichte.

Wachsende Komplexität

Gegenüber einer Agrargesellschaft, die im Kern nur von Ackerbau und Viehzucht lebt und sich auf die Herstellung von Nahrung, Kleidung und Behausung konzentriert, funktioniert eine Industriegesellschaft zunehmend und für die meisten Menschen undurchschaubar komplex. Ein ständig wachsendes Angebot an Gütern und Dienstleistungen gebiert aus sich heraus die Zweckmäßigkeit und Notwendigkeit weiterer Güter und Dienstleistungen. Aus deren schierer Menge heraus kommt dabei dem Transport eine besondere Bedeutung zu: Der Mensch transportiert sich selbst und seine Güter heute in unglaublich kurzer Zeit zu restlos allen Zielen auf diesem Globus und sogar vom Globus weg in den Weltraum. Das alles wäre nicht möglich ohne die in historisch sehr kurzer Zeit entstandene und gereifte Informationstechnologie. Diese hat mittlerweile Besitz ergriffen von allen politischen, wirtschaftlichen und privaten Bereichen des menschlichen Daseins. Information schwappt lichtschnell um den gesamten Globus. Der „Connector“ dafür passt in die Jackentasche.

Konrad Zuse – Ingenieur und Erfinder des Computers – konnte sich Information sogar als eine weitere Elementardimension in einem „rechnenden Raum“ (Weltall / „Schöpfung“) vorstellen. Und tatsächlich neigen etliche Wissenschaftler heute zu der Meinung, das alles Existierende sich auf Mathematik gründet. Dabei mag sich das auf eine Mathematik beziehen, die nicht mit Zahlen arbeitet, sondern mit Gesetzmäßigkeiten der Dynamik, mit „Naturkräften“ in jeder Art von sich selbst optimierender Evolution, die erst der Mensch durch ein Zahlensystem und durch Formeln für sich selbst darzustellen versucht. Aber lassen wir das; lassen wir uns nicht beirren in unserer Betrachtung. Denn Komplexität ist das eine, das andere sind deren Kontrollen und die Zielsetzungen bei der Steuerung einer Entwicklung der menschlichen Gesellschaft. Das Vorherrschende im Bewusstsein der allermeisten Individuen ist das Nichtwissen. Man sollte es nicht „Dummheit“ nennen. Das „Dumme“ daran ist nur der Umstand, dass die meisten Nichtwissenden von sich annehmen, sie wüssten alles in einem ausreichenden Maße. Sie werden umschmeichelt damit, dass sie „mündige Bürger“ seien, und glauben das meistens von sich selbst.

Damit Kräfte nicht nur zerstörerisch gegeneinander wirken und Chaos die Folge ist, gehören Ordnung, Rangordnung und Auswahl (Selektion) zu innewohnenden Gesetzmäßigkeiten, die wir in der Natur beobachten können. Diese Prinzipien liegen sozusagen in der DNA von Evolution. Der Österreicher Rupert Riedl hat in einem Werk (Biologie der Erkenntnis) sehr schön grafisch dargestellt, wie die Evolution unberechenbar, aber tatsächlich zu immer höheren komplexeren Ebenen durchbricht. Jede höhere Ebene verdichtet die Komplexität vorausgegangener Ebenen. Bezogen auf die Organisation von „Menschheit“ müßte eine sehr hohe, vielleicht allerletzte Ebene von Kultur in einer Art Ameisenstaat enden. Die sogenannte »NWO« (Neue Weltordnung) scheint solches ja anzustreben. Klarmachen mag man sich das dadurch, dass man sich einen Einzeller vorstellt. Ein Einzeller betreibt seine Arterhaltung, indem er sich durch Zellteilung vermehrt. Er klont sich einfach und verdoppelt sich dadurch. Auch der Mensch besteht nur aus Zellen. Diese haben sich aus der Vereinigung einer weiblichen Eizelle und einem männlichen Spermium in einem monatelangen Prozess zu einem hochkomplexen Gebilde organisiert, das eine Einheit darstellt: ein menschliches Individuum. Ein „Wunderwerk der Natur“. Während der Ontogenese (Entstehung des Einzelwesens) werden Stufen der Phylogenese (Entwicklung einer Art) beim Embryo und später Fötus erkennbar. Man frage sich ruhig einmal, wie viel an Information rein materiell in winzigen Eizellen und Spermien vorhanden ist, weitergegeben, „vererbt“ sowie dann zur Entstehung, zur Ausbildung eines neuen und hochkomplexen Einzelwesens aktiviert und als Programm abgearbeitet wird. „Information“ aus nur wenigen, aus vier materiellen Glyphen in verschiedenen Folgen auf einer schier endlos scheinenden Leiter in der Erbsubstanz (DNA = Desoxyribonukleinsäure).

Und wodurch unterscheidet sich der Mensch von Heute vom Menschen der Stein- oder Bronzezeit? – Durch Erarbeiten und Anwendung von Information mit der Folge, dass er jetzt gierig, maßlos und unvernünftig die Welt ausplündert. Er steuert grob fahrlässig auf den Untergang der eigenen Spezies zu und könnte dabei Gefahr laufen, den ganzen Planeten unbewohnbar zu machen.

Krieg

„Krieg“ ist nur immanenter Bestandteil von Evolution und Existenz alles Lebendigen. Es gibt die berühmte Darwin’sche Erklärung von Evolution als »Survival of the Fittest« (Überleben der Fittesten, der am besten Angepassten oder ganz einfach: der „Sieger“ bzw. der Übrigbleibenden). Evolution bedingt Konkurrenz, und sei es auch nur um Licht oder Wasser oder – noch schlichter – um „Lebensraum“. Das umschließt alle für ein Gedeihen tauglichen Umstände und bedeutet einen Kampf „Jeder gegen Jeden“. Das ist der Ur-Kampf, den alles Lebendige in jeder Gegenwart kämpfte und kämpfen wird.

Wie fast überall im Tierreich wird der Lebenswille auch beim Menschen von zwei Urtrieben genährt: Vom Selbsterhaltungstrieb (Lebenserhaltung) und vom Arterhaltungstrieb. In Situationen großer Massenpanik bricht ungehemmt der Selbsterhaltungstrieb durch und lässt Menschen andere Menschen sogar tottrampeln. Bei geordneter Bewältigung etwa einer Schiffskatastrophe zählt der Arterhaltungstrieb: „Frauen und Kinder zuerst!“ In jedem Lebewesen steckt eine ständige Bereitschaft zum Kampf, die beim Menschen erst durch kulturellen Fortschritt in erträgliche zivile Bahnen gelenkt und durch gesellschaftliche Regeln gedämpft wurde. Dennoch ist die Kampfbereitschaft allgegenwärtig erkennbar. Parteien „kämpfen“ um die Erreichung ihrer Ziele. Politische Gegner werden „bekämpft“. Organisationen „kämpfen“ gegen Hunger oder Armut. Ärzte „kämpfen“ gegen Krankheit oder Tod. Es geht um das „Kämpfen“ und „Siegen“. Die Alltagssprache verrät die Veranlagung. Und im Sport, ob bei den Fußball-Weltmeisterschaften oder bei der Olympiade, werden Stellvertreterkriege ausgetragen. Da treten ganze Nationen „friedlich“ gegeneinander an. – Halten wir wie nebenbei jedoch schon einmal fest: Zur Selbsterhaltung zählt angesichts der mittlerweile zivilisatorisch, kulturell und technisch errungenen Stufe auch der Drang zur Bewahrung all dessen, was im Leben erreicht wurde. Dazu gehören dann bei den (für ein „Wachstum“) zu Konsumenten gedrillten Menschen auch der Besitz und die Erhaltung von Gütern, Rechten und Privilegien einschließlich Pflege von Eitelkeiten (Statussymbolen).

Während Krieg unter Bürgern durch die Straf- und Zivilgesetzgebung auf normierte Schauplätze beschränkt und damit entschärft wurde, findet er bis zum bitteren Ende in der Wirtschaft durch „Wettbewerb“ statt. Einem Unternehmen gleich welcher Größe ist es erlaubt, einen Konkurrenten derart in die Pleite zu treiben, dass seine Mitarbeiter – und seien es viele Tausende – brotlos werden. Schlimmer noch: Um angeblich „fitter“ zu werden und dem Konkurrenzkampf besser standhalten zu können, dürfen Unternehmen – nur dürftig durch Sozialpläne gedämpft – Hunderte oder Tausende ihrer Mitarbeiter auf die Straße setzen und ihrem Schicksal, also der staatlichen Fürsorge überlassen, welche ihrerseits (von „Sozialisten“) auf jetzt neoliberale Weise abgemagert wurde. Konkurrenz bedeutet immer auch Bedrohung gegen oder durch andere. Es regieren der Profit und der eigene Vorteil. Dies wiederum generiert Verteidigungsbereitschaft, was speziell der Rüstungsindustrie zu großer Bedeutung verhilft. Potentiell kann aber jeder zu einer Verteidigung Gerüstete auch als möglicher Aggressor geargwöhnt werden, sobald ihm dazu entsprechende Gelüste unterstellt werden (z.B. auf Rohstoffe).

Gegenwärtig, während der sogenannten „Flüchtlingskrise“, zeigt sich der Unterschied kultureller Prägungen in den Übergriffen von ungebildeten männlichen Migranten aus dem islamischen Raum gegen die „zivilisierte“ und durch lange friedliche und sichere Daseinsperioden verwöhnte autochtone (im Lande seit langem selbst entstandene) Bevölkerung. Beleidigung, Missachtung, Raub, Diebstahl, Vergewaltigung und sogar Mord sind an der Tagesordnung. „Messer-Attacken“ lassen an Länder denken, in denen Männer in aller Öffentlichkeit wie selbstverständlich mit Messern, Krummdolchen und sogar Kalaschnikows herumlaufen und bei jeder Gelegenheit »Allahu akbar« ausstoßen. Von ihrer Religion wie gehirngewaschen gehen sie davon aus, dass der Mann über der Frau steht und alle ungläubigen Nicht-Muslime minderwertig sind und je nach den Umständen auch im Namen Allahs wie räudige Hunde getötet werden dürfen. Nun sind diese Menschen auf in jeder Hinsicht gesetzwidrige Weise in europäische Länder eingedrungen und wurden in der Bundesrepublik Deutschland sogar regierungsamtlich „willkommen“ geheißen. Aufgrund vieler ethnisch, religiös und kulturell bedingter Umstände kann man ihnen nicht einmal verübeln, dass sie deutsches Gebiet und die Plünderung von über viele Jahrzehnte aufgebauten Sozialsystemen der „Ungläubigen“ großenteils sogar als eine ihnen zustehende rechtmäßige Beute betrachten. (Anscheinend spielen nicht nur kulturelle, sondern auch genetische Unterschiede eine Rolle, die manche Grausamkeit erklären mag.)

Auf dem Weg zum kleinsten Nenner

Wir sind dem kleinsten Nenner schon sehr nahe. Dieser ergibt sich aus der Dynamik der Urtriebe und deren Auswirkung in den genetisch generierten „Kämpfen“ mit dem „Survival“-, dem „Überleben“-Ziel auf jeweiligen kulturellen Zwischenstationen der Evolution. Aber es fehlt noch die Betrachtung von Kontrolle und Macht.

Auch hier haben wir es mit einem Urtrieb als Ursache zu tun, jedoch mit dessen unheilvoller Ausuferung. Eigentlich haben wir es sogar mit beiden Urtrieben zu tun. Zunächst zählt der Selbsterhaltungstrieb. Der will sicherstellen, dass das Individuum das Notwendige zum Überleben zur Verfügung hat. Der Löwe geht nur auf die Jagd, wenn ihn mit Macht der Hunger plagt. Er hat kein Kühlhaus im Sinn, in dem er ein paar Antilopen bevorratet, um sie erst bei neuem Hunger zu vertilgen. (Einige Tiere schaffen auch Vorräte an, tun das aber nur für sich selbst…) Der Mensch aber kam auf die Idee, durch Bevorratung die Deckung seines täglichen Bedarfes abzusichern und nicht darauf zu vertrauen, dass er immer dann auch etwas findet, wenn er es gerade braucht. Durch unterschiedliche Erfolge bei der Anhäufung von Vorräten entstand vielleicht auch ein Gefühl des Reichtums gegenüber der Armut bei Menschen mit weniger Jagdglück. Sollte jetzt auch noch die Entdeckung des Handels zwischen Besitzenden, also Vermögenden einerseits und Bedürfenden, also Nachfragern hinzugekommen sein, wurden beim Ausgleich durch Handel gewiss auch Machtgefühle wach. Was sich heute zwischen Reich und Arm abspielt, mag es in leicht nachvollziehbarer Weise schon zur Steinzeit gegeben haben. Heute ist alles nur komplexer. Maßgeblich ist jedoch, dass die Sorge um Vorräte in Gier ausartete, deren Uferlosigkeit sich auch bei der mit Reichtum oft verbundenen Macht austoben konnte. (Die Verbrechen aus der Erfindung von Geld- und Zinseszinssystemen lassen wir hier einmal völlig außen vor, obwohl sie zur entscheidenden Sprengkraft des Unheils im Kapitalismus geworden sind!)

Bei dem, was sich heute abspielt, können wir auch den Arterhaltungstrieb als kleinsten gemeinsamen Nenner entdecken, wenn wir zur „Art“ auch die Gruppen oder die „Schichten“ zählen. Diverse Parteien sind zum Beispiel Gruppen, die ständig für ihre Ziele und ihr eigenes Überleben „kämpfen“ und „Siege“ erringen wollen. Hinsichtlich Einkommen und Vermögen kommen „Schichten“ ins Spiel. Bei den Schichten spielt sich der „Kampf“ um einen Aufstieg und gegen einen Abstieg ab. Je höher die Schicht, desto mehr geht es auch um Macht.

Triebe ohne Moral

Das Ergebnis aus den bisherigen Betrachtungen kann nur pessimistisch stimmen. Bei allem, mit dem wir es in dieser Welt zu schaffen bekommen, haben wir es mit den Folgen aus Urtrieben zu tun, die genetisch einprogrammiert sind und sich nicht einfach abschalten lassen. Gegen sie kommen auch alle Moralvorstellungen nicht an, denn diese sind kulturellen Entwicklungen entsprungen, die der Dämpfung oder Unterdrückung von Trieben dienen sollten, aber nicht den genetischen Druck aus dem Kessel nehmen konnten. Der ist weiterhin da und zeigt sich bereits sehr deutlich bei dem Zusammenprall sehr unterschiedlicher Kulturen in ansonsten scheinbar sehr friedlicher Zeit. Ob dabei, wie jüngst in der Diskussion, Aggression zu einem Urtrieb des Menschen gehört, wie Sigmund Freud behauptete, spielt überhaupt keine Rolle. Selbst wenn aus den Migranten ein auf einem Gehsteig flanierender Afrikaner aus heiterem Himmel eine ältere Frau anfällt und sie mit starken Verletzungen krankenhausreif prügelt, besagt das noch nichts über triebhafte Aggression. Denn für den Täter (falls ein Muslim) sind Frauen nur Untermenschen und durch ihre legere Kleidung bereits eine Beleidigung für seine Augen. Auch wenn abendländisch aufgewachsene Jugendliche nachts in der Absicht umher ziehen, irgendwelche Menschen aufzumischen, ist das noch kein Beweis für Aggression als Urtrieb. Aggressiv werden Menschen wohl nicht aus einem Urtrieb heraus, sondern als Reaktion auf eine hinreichend als Bedrängnis, als Benachteiligung empfundene Situation. Es kann sich zum Beispiel als Folge von Arbeitslosigkeit und finanzieller Not heraus derart viel Frust aufstauen, dass irgendwann plötzlich und unvermutet aus einem weiteren, jedoch nichtigen Anlass „der Kragen“ platzt. (Hier lassen wir jetzt einmal aussen vor, dass Frauen und Männer sehr zweckdienlich und von der natürlichen Veranlagung her auch unterschiedlich „disponiert“ oder „vorprogrammiert“ sind. – Nur so viel: Männer sind mehr auf Eroberung, Aneignung und Triumph aus, Frauen mehr auf Bewahren, Pflegen und Schützen. – Wenn es ganz schlimm kommt: Männer machen Trümmer, Frauen machen sie weg… – Männer schaffen Leid, Frauen haben Mitleid…) 

Ein Problem sind nicht die Gruppen, sondern die Schichten, für welche die Gruppen nur Werkzeuge sind. Eine besondere Rolle für die gesamte Menschheit spielt dabei die oberste Schicht der Superreichen und bereits aus diesem Reichtum heraus Supermächtigen. Gerade diese Leute haben ein „krankes“ Ego, das nach Selbstverwirklichung sucht. Man muss es nicht gesondert beweisen, weil Jeder es jeden Tag selbst erleben kann: nämlich dass in den oft unbewussten Kämpfen um Geltung (Rangordnung) der Erfolg sich in den besonderen Stolz der Eitelkeit verwandelt. Wie diese sich im Einzelfall nach außen auch zeigt, ist nur dort erheblich, wo zudem die Eitelkeit im Konkurrenzkampf als Waffe eingesetzt wird.

Von wesentlicher Bedeutung dürfte sein, was der Psychoanalytiker Hans-Joachim Maaz herausgearbeitet hat und den Schluss zulässt: Die Massen leiden unter einer „Normopathie“, unter der Sucht, nicht auffallen und „wie die anderen“ sein zu wollen. Sie erliegen einem (oft von den Mächtigen gewünschten und geförderten) „Anpassungsdruck“. Dem steht – das Unheil verstärkend – gegenüber, dass in Politik und Wirtschaft auffallend viele Psychopathen das Sagen haben. Daraus folgen insgesamt, wie Maaz es formuliert, „kranke gesellschaftliche Verhältnisse“. Dazu mag dann auch passen, was „ScienceFiles“ zum Werteverfall und zu Korruption als Verhaltensnorm anprangerte.

Also: Kontrolle

In einem kleinen Handwerksbetrieb hat der Meister Kontrolle über die Gesellen und die Auszubildenden; in einem Kaufhaus der Geschäftsführer über die Abteilungsleiter, die das übrige Personal kontrollieren; in einem Konzern der Vorstand über die Vorstände der verschiedenen Unternehmen. Je weiter oben, desto stärker die Bündelung und die Macht. Dem steht der Durchblick von unten entgegen: Der Kassierer einer Bank weiß nicht so viel wie der Abteilungsleiter… – und der nicht so viel wie der Filialleiter. Die Filialleiter haben kaum eine Kenntnis wie die Abteilungsleiter der Zentrale, die wiederum nicht über das Wissen des obersten Chefs verfügen und dessen weitreichende Absichten oft nicht kennen oder nicht einmal kennen dürfen.

Alles steckt voller Geheimnisse. – »Wissen ist Macht.« – Überall spielen Machtverhältnisse eine Rolle. Scheinbar schwebt über allem die Macht der Politik. Doch wird umgekehrt oft ein Schuh daraus: In Hinterzimmern kungeln die Mächtigen der Wirtschaft mit den Mächtigen der Politik, deren Parteien und Parteigrößen nicht selten durch entsprechende Spenden und andere Aufmerksamkeiten bereits „gekauft“ sind. Am reibungslosesten zahlen sich die Wechselbeziehungen aus, wenn bestimmte Funktionsträger Doppelmandate ausüben und natürlich niemals befangen sind.

Entscheidend sind die Schnittmengen von allem mit allem, die sich über Netzwerke bilden und pflegen. Hier taucht dann das berühmt-berüchtigte „Wir“ in schillernden Formen wieder auf. Das einfachste „Wir“ ist ja Standard bei Bekenntnisgemeinschaften, also bei Parteien und Religionen. Vom Parteivorsitzenden in seinem feudalen Glaspalast bis zum armseligen Zettel-Verteiler eines piefigen Ortsvereins wird das Wir als Pluralis Majestatis zur Beschwörung des gemeinsamen Kampfes für ein Ziel (um die Macht) benutzt. Auch Kirchenfürsten wollen durch das Wir ihre Glaubensgemeinschaften als eine unerschütterliche Einheit beschwören, selbst wenn die Kirchenbänke außer bei hohen Festtagen eher leer bleiben. Gewerkschaftsführer möchten durch ein markiges Wir die Mitglieder hinter sich anstacheln und ihren Gegnern Angst machen.

So wird durch Beschwörungen und Floskeln jeweils auch Macht gezeigt oder vorgegaukelt oder tatsächlich auch wirksam.

Wirkliche Mächte und Ziele

Die meisten Ziele formulieren sich aus spürbaren und für jeden erkennbaren Problemen, deren Erreichung sich die meisten Menschen von heute auf morgen wünschen. Obgleich: Wären sie bei klarem Verstand, wüssten sie, dass sie sich Illusionen hingeben. Aber (Römer 5,5) „Hoffnung lässt nicht zu Schanden werden“. Also wird gehofft und den Wir-Sagern notgedrungen „vertraut“.

Was ist den Wir-Sagern gemeinsam? – Sie wollen etwas bewegen, etwas erreichen, und sei auch nur die Erhaltung des Status Quo. Die einen wollen mehr Umsatz, mehr Gewinn. Oder mehr Gewinn bei gleichem Umsatz, auch wenn dafür Mitarbeiter auf die Straße gesetzt werden müssen; da müssen die verbleibenden aus Angst um ihren eigenen Arbeitsplatz eben etwas mehr ran. Oder sie wollen mehr Umsatz im Kampf gegen die Konkurrenz und auf deren Kosten, selbst wenn dadurch der eigene Gewinn kleiner wird. Da geht es dann um Missgunst, Eitelkeit, Gier und Macht. Andere wiederum wollen vielleicht einfach nur mehr Macht und die Macht der Konkurrenz schwächen, vor allem in der Politik.

Doch ganz hoch über ihnen gibt es Menschen und Bünde, die haben schon alles in unermesslichem Überfluss. Denen nutzt ein Mehr von dem, was sie haben, nichts. Sie gehören auch nicht zu den öffentlichen Wir-Sagern. Zwar wollen auch sie etwas bewegen und haben auch sie Ziele, wollen auch sie mehr haben, mehr Macht… – aber was sollen sie tun? – Ganz einfach: Sie wollen Verhältnisse ändern, irgendetwas abschaffen, das ihnen missfällt, und etwas herbeiführen, was in ihren Köpfen als Idee, als Vision oder als „richtig“, als „gut“ und gesellschaftlich nützlich herum schwirrt. Sie fummeln nicht mit Unternehmen herum, von denen sie vielleicht schon Hunderte beherrschen, nicht mit Konzernen, die sie bereits verschmolzen haben, sondern mit Volkswirtschaften, Völkern, Landstrichen, Ländern oder ganz schlicht mit der „Menschheit”. Darin sehen sie „Größe“, „Bewegung“ oder „Potential“. Da wollen sie ihre Ideen verwirklichen, ihre Fußabdrücke, ihre Spuren hinterlassen, durch die sie vielleicht nicht einmal in den Geschichtsbüchern erscheinen werden, weil sie so verborgen handeln, doch in der Menschheitsgeschichte unauslöschlich etwas Entscheidendes bewirkt und verändert haben.

Das ist völlig normal; es folgt der Logik von Steigerungen. Mehr als die ganze Welt, als die ganze Menschheit geht nicht. Darüber ist nur noch Gott, mit dem die geheimnisumrankten Supermächtigen nichts am Hut haben oder für dessen „rechte Hand auf Erden“ sie sich halten. Menschen, die vielleicht zu Hunderttausenden in ihren Unternehmen schuften, sind für sie nur Material, nutz- und formbare Biomasse… – auch „überflüssige Biomasse Mensch“, mit der sich allenfalls operativ etwas auslösen und bewirken lässt wie etwa mit darbenden Individuen, mittels derer sich in der Form von „Flüchtlingen“ gesunde Gesellschaften vergiften und in Veränderungen zwingen lassen.

„Soros“, „Illuminati“, „Freimaurer“, „Bilderberger“ – das sind nur wässrige Signaturen einer Macht, die völlig im Verborgenen wirkt, effektiv vorhanden ist und nicht gebremst werden kann. Die Welt von Morgen vor dem paradiesischen Übermorgen ist längst bekannt. Dank Hollywood. Die Welt von Heute, nur mit klügeren politischen Konsequenzen, gelangte schon vor einem Vierteljahrhundert in die Kinos: »Der Marsch« zeigt, wie notleidende Afrikaner zum Mittelmeer strömen und mit Booten nach Spanien übersetzen, dort in eine Stadt eindringen und auf eine waffenstarrende Armee stoßen. Wie die Welt von Morgen aussehen könnte, malen uns Filme wie „Minority Report“, „The Day after Tomorrow“, „EYEBORGS“ oder „Soylent Green“ aus. Immer sind es Amerikaner oder der militärisch-industrielle Komplex, die eine Misere herbeiführen, doch es sind auch heldenhafte Amerikaner, welche dem Spuk ein Ende bereiten und die Welt retten wie etwa in „Independence Day“. Europäer kommen nicht einmal als Beiwerk vor.

Was angeblich mit dem Import von „Flüchtlingen“ – speziell aus Schwarzafrika – geplant sein und sich als Folge ergeben soll, kann man im Action-Film „Matrix Revolutions“ bewundern. Der letzte Teil der Science-Fiction-Trilogie handelt vom Kampf Mensch gegen Maschinen und weist sehr deutlich auch religiöse und philosophische Aspekte auf. Die Vorfahren der Akteure und des „Volkes“ (in einer Massenszene gut erkennbar) sowie die Führungselite haben eine umfassende „Umvolkung“, eine gründliche Rassendurchmischung anscheinend schon hinter sich und sind zum Teil auch physiologisch bereits mit der Computerwelt gekoppelt. Aber der „Heiland“, der Erlöser der Menschheit, ist mit seinen überragenden Geisteskräften ein Weißer.

Kleiner Nachtisch

Kommentar zu Frau Dr. Angela Merkels „Doktorarbeit“, in dem die Kanzlerin als „Wasserträgerin“ (35:13) der wirklich Mächtigen bezeichnet wird, die (als Ziel des Kapitalismus) in Wahrheit den „Weltkommunismus“ herbeiführen möchten.

ACHTUNG:
Das nachfolgend verlinkt Fremdvideo wurde bei und von YouTube »maasvoll« gelöscht.

– mlskbh –
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